Stalins Bunker (Bunker GO-42)

In 65 Meter Tiefe liegt eine lange geheim gehaltene Militäranlage der UdSSR – eine Ersatzleitstelle „Taganskij“ (GO-42).

Der Bunker GO-42 wurde in den 50er Jahren während des Kalten Krieges gebaut. Hier befand sich die Ersatzleitstelle der Langstrecken-Luftstreitkräfte, die im Fall eines Atomangriffes Moskaus zum Einsatz kommen konnte. Rund um die Uhr hielten im Bunker Soldaten und technisches Personal Wache. Außerdem befanden sich im Bunker eine Funkstation, geodätisches Labor, Zentral-Telegrafendienststelle und Stalins geheimes Arbeitszimmer.

Der Bunker-GO 42 war über 30 Jahre auf der Hut, indem er für die Sicherheit unseres Landes im Falle eines Atomangriffes sorgte. Zur Aufrechterhaltung der Sicherheit hierzulande waren zwischen 100 und 600 Menschen im Einsatz. Die Belegschaftsstärke betrug über 2500 Menschen. In den 60er Jahren war der Bunker mit allem Nötigen für einen möglichen Atomkrieg ausgestattet. Lebensmittel- und Brennstoffvorräte, Anlagen zur Regeneration, Luftreinigung und zur Trinkwasserproduktion konnten die Belegschaft über mehrere Monate am Leben erhalten.

Ende der 80er Jahre ließ die Atomspannung nach und der Bunker-GO 42 verlor an seiner Schlüsselbedeutung bei der Verteidigung des Landes.

Im Jahre 1980 wurde seine Geheimhaltung aufgehoben und seit 2006 ist er als Museum des Kalten Krieges öffentlich zugänglich.

Der Besuch im Bunker ist nur in Begleitung eines Museumsführers möglich. Führungen gibt’s durch historische und technische Teile des Bunkers zu verschiedenen Themen: Sie können den 4. Block besuchen, in dem sich die Ersatzleitstelle befand, durch Hallen gehen, die die Atmosphäre einer Militäranlage zu den Sowjetzeiten wiedergeben, den technischen Block besuchen, der für die Lebenserhaltung im Bunker zuständig war, Näheres über den Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion, über die Karibik-Krise und vieles andere erfahren. Auch eine Simulation der Atombombe-Explosion lässt niemanden gleichgültig.

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