Palast des Zaren Aleksei Michailowitsch in Kolomenskoje

Kolomenskoje. Der Palast des Zaren Aleksei Michailowitsch. Rekonstruiert nach Archivakten – Zeichnungen, Bildern, Beschreibungen auf dem Territorium des ehemaligen Kirchdorfes Djakowo einige Hunderte Meter entfernt von seiner ursprünglichen Lage, die sich zwischen der Vorderen Pforte (Palastpforte) und der Hinteren (Erlöserpforte) befand, in der historischen Zone von Kolomenskoje, nahe des Christi-Himmelfahrt-Tempels und in der Nähe der Kirche der Kazan-Gottesmutter-Ikone. Der Originalpalast, der seinerzeit ein Meiserwerk der russischen Holzbaukunst und eine Art „achtes Weltwunder“ darstellte, wurde im Jahre 1667 errichtet und stand circa hundert Jahre. Der wurde nach Verordnung von Ekaterina II. demontiert, nachdem sie entschied, eine Steinresidenz bei Moskau in Zaritsyno zu gründen, dabei gab sie die Anweisung, im Vorfeld Zeichnungen und Bilder des zu demontierenden Holzpalastes zu machen. Auf dem früheren Gelände in altem Kolomenskoje blieb erhalten und wurde restauriert ein Teil der Steinfundamente des früheren Holzmeisterwerkes.

Im Palast finden zahlreiche Exkursionen statt, wo man in prachtvollen Monarchenkammern – den Wohnräumen des Zaren und der Zarensöhne, persönliche Gemächer der Zarenfamilienangerörigen besuchen, ins Aussichtstürmchen hinaufsteigen und von der Höhe aus unvergleichbares Panorama der Dächer von Zarenwohnkammern sehen kann, welche ein architektonisches Highlight dieses mittelalterlichen Wunders darstellen. Und nach dem Hinabsteigen ins Terem unter dem Aussichtsturm kann man erfahren, wie der Zar Aleksei Michailowitsch mit seinen söhnen ihre Zeit abends verbrachten. Oder man kann das Frauengemach des Kolomenskoje-Palastes besuchen und sich über das Leben russischer Zarinnen und Zarentöchter während des Übergangs vom Mittelalter in die Neuzeit informieren lassen. Außerdem kann man eine spannenden Erzählung über die Werke der besten russischen Ikonenmaler, Maler und Graveure, Holzschneider, Meister der Kachelauskleidung und Schmiede hören, die an dem Verzieren des Zarenpalastes in Kolomenskoje arbeiteten.

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