Museum deutscher Antifaschisten

Das Memorialmuseum deutscher Antifaschisten wurde 1985 an der Stelle des ehemaligen Gefangenenlagers 27 gegründet. Heutzutage ist es das einzige Museum in Russland, das das Leben und Arbeiten der Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkrieges thematisiert.

Im Jahr 1943 wurden im Lager 27 die “Zentrale antifaschistische Schule“ und eine antifaschistische Organisation deutscher Kriegsgefangener – das Nationale Comites “Freies Deutschland“ ins Leben gerufen. Die Teilnahme deutscher Kriegsgefangener an der propagandistischen und werbenden Arbeit war nur durch die moralische Umwandlung ehemaliger Feinden der Sowjetunion möglich.

Unikale Materialien, die die deutsch-russischen Beziehungen seit Mitte des 20. Jahrhunderts beleuchten und wenig bekannte Seiten der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges lassen Besucher jeden Alters nicht kalt. Dramatische und geschichtlich bedeutende Ereignisse werden im Museumsgebäude und seinen Ausstellungsgegenständen wieder real!

Alle Museumsausstellungen sind nach fünf großen Themen geordnet: deutsch-sowjetische Beziehungen 1920-1930; der Große Vaterländische Krieg; Gefangenenlager des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten (NKWD) der UdSSR 27; antifaschistische Bewegung der Kriegsgefangenen – das Nationale Comites “Freies Deutschland“ und der deutsche Offizierenbund; ideologischer Kampf und Kriegspropaganda 1941-1945 sowie ständige Ausstellung “Ungutes Andenken“ (Auszeichnungen und Abzeichen des Dritten Reiches).

Im Museum werden Übersichtsführungen angeboten, die das Vorführen von Filmen und Einblick in die Dokumentenchroniken einschließen. Es gibt eine umfangreiche Foto- und Videothek, darunter eine synchronisierte deutsche Beute-Chronik.

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