Jüdisches Museum

Anforderungen der modernen Kultur und Gesellschaft erfüllend ist das jüdische Museum und Zentrum für Toleranz ein Kulturbildungszentrum, in dem sich neben der ständigen Ausstellung auch Zentren für weitere Ausstellungen, Forschung, Kinder und Toleranz befinden.

Die ständige Ausstellung erzählt die Geschichte Russlands seit der Herrschaft der Katharina II bis in die Gegenwart am Beispiel des jüdischen Volkes. Im Unterschied zu anderen klassischen historischen Museen ist das jüdische Museum und Zentrum für Toleranz interaktiv. Zwölf Hallen verfügen über Panoramakinos, interaktive Bildschirme und audiovisuelle Einrichtungen, deren Grundlage unikale Foto- und Videoarchive, Dokumente und Interviews bilden. Im Museum finden große Ausstellungsprojekte statt, die Gäste mit den vorherrschenden Strömungen und Namen der bildenden Kunst bekannt machen. Die Ausstellungskataloge, antiquarische Bildermappen, literarische Neuerscheinungen und Souvenirs, darunter Künstlerschmuck und jüdische Symbolik sind im Museumladen zu finden.

Im jüdischen Museum kann man eine große interaktive Karte sehen, die die chronologische Ansiedlung des jüdischen Volkes auf der ganzen Welt zeigt. Durch riesengroße Schaufenster mit Projektionen wird ein Schtetl (jiddisch Städtlein) – eine traditionelle jüdische Siedlung von Zarenrussland nachgebildet. Es gibt auch realere Ausstellungsgegenstände wie z.B. ein typisches städtisches Café des Anfangs des 20. Jahrhunderts. An jedem Tisch kann man etwas Neues über den Alltag und das Leben von Juden zu jenen Zeiten erfahren, an einer Umfrage teilnehmen und ausführlichere Informationen bekommen.

Im Museum gibt es einen 4D-Kinosaal, in dem ein Film über die ersten Tage des Daseins gezeigt wird.

Besondere Aufmerksamkeit wird dem Holocaust und Diskriminierungsproblemen des jüdischen Volkes gewidmet. Der Opfer kann an der Ehrentafel gedacht werden.

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