Das zentrale Museum der musikalischen Kultur namens M.I.Glinka

Der Allrussische Museumsverband der Musikkultur „M.I.Glinka“  ist die Schatzkammer der Denkmäler der musikalischen Kultur, die in der Welt ihresgleichen nicht hat.

Hier werden Noten und Literaturwerke in Handschriften, Forschungen zur Geschichte der Kultur, antiquarisch gewordene Bücher, Notenauflagen aufbewahrt. Im Museum sind Autogramme, Briefe, verschiedene Unterlagen versammelt, die mit dem Leben und mit dem Schaffen der Künstler der russischen und ausländischen Kultur eng verbunden sind.

Fünf Hallen präsentieren mehr als 900 traditionelle und berufliche Musikinstrumente. In der Ausstellung sind die Instrumente der Volker Russlands, Europas, Asiens, Amerikas, Afrikas, Australiens versammelt.

Die Instrumente der Volker Russlands. Sie haben die Möglichkeit die einmalige Gusli des 13. und 14. Jahrhunderts zu betrachten, die bei den Ausgrabungen im altehrwürdigen Nowgorod gefunden wurden. Nach Rekonstruktion der verlorenen Stücke nahmen die Funde ihren ehrwürdigen Platz in der Ausstellung. Hier werden auch die Kopien von den wiederherstellten Guslis, Sopels, Gudóks dargestellt, deren Fragmente auch bei den Ausgrabungen gefunden wurden.

Die Instrumente der an Russland angrenzenden Staaten ist die älteste Sammlung des Museums, sie besteht aus 36 Musikinstrumenten der Völker Mittelasiens und Kasachstans. Die Sammlung wurde von Awgust Fjodorowitsch Eichhorn, Kapellmeister der russischen Militärorchester im Militärbezirk Turkestan von 1870 bis 1883 gemacht.

In der Ausstellung können Sie auch die kleine chinesische Mundorgel Sheng zu Gesicht bekommen, die nach Meinung der Wissenschaftler schon im 2. Jahrtausend v.Chr. existierte; die vietnamesische mit der erlesenen Perlmutt-Inkrustation verzierte Stabzither Đàn bầu  und die irische Harfe des 19. Jahrhunderts; den schottischen Dudelsack „Piob Mhor“ und das japanische Saiteninstrument Koto, das alle Mädchen adliger Familien spielen lehrten; das indische gezupfte Saiteninstrument Vina und die afrikanische mit Tierhaut bespannten Trommeln.

Eine der Hallen in der Ausstellung ist den beruflichen Musikinstrumenten der europäischen Tradition gewidmet. Hier sind die Taschengeigen Pochette der frühen Tanzmeister des 17. Jahrhunderts ausgestellt; „süß“ klingende Violen, Kristall- und Porzellanflöten, der schlangenformige Serpent, altehrwürdige und moderne Spinette, Cembali und Clavichorde.

Das Spinett-Büro der flämischen Herstellung Ende des 16. Jahrhunderts diente sowohl als das tragbare Musikinstrument als auch das Schränkchen mit vielen reich mit Perlmutt inkrustierten Schubläden. Einer der wertvollsten Ausstellungsgegenstände ist das vom italienischen Meister M. Jadr gefertigte Spinett, das auf das Jahr 1565 zurückgeht. Es war im Besitz der berühmten florentinischen Familie Medici. Auf seinem Klavierbrett sind drei Medaillons zu sehen, die die Abbildungen der Familienmitglieder zeigen.

Das Museum verfügt über ein modernes Tonstudio und einen Konzertsaal, wo die Orgel der deutschen Firma „Schuke“ (Potsdam) aufgestellt ist. Im Foyer des zentralen Museum der musikalischen Kultur ist die älteste russische Orgel, die vom deutsche Orgelbauer Friedrich Ladegast gefertigt wurde. Den Klang dieser Orgel kann man auch in Konzerten hören.

Im Museum werden Festivals, Konzerte der klassischen Musik und der Jazz- und Orgelmusik veranstaltet. Hier werden auch interaktive Veranstaltungen, Verlesungen, Kinderfeste durchgeführt.

Bei den Besichtigungen in diesem Museum kann man nicht nur die reichste Sammlung der Musikinstrumente sehen, sondern auch ihren Klang hören. Das ist die ganze Palette der Melodien, der Klangfarben und Rhythmen.

Leave a Reply