Das N.W. Gogol-Haus

Ganz im Zentrum von Moskau auf dem Nikitskij Boulevard liegt der altehrwürdige Gutshof, in dem sich das einzige in Russland N.W.Gogol-Museum befindet. Nikolai Wassiljewitsch Gogol hat in diesem Haus vier seine letzten Lebensjahre verbracht und ist am 21. Februar (nach altem Kalender) 1852 gestorben.

Die Museumsexposition ist in der Enfilade der Erdgeschoss-Zimmer des Haupthauses des Gutshofes. In jedem Raum lockt die Aufmerksamkeit ein Grundgegenstand an. Er stellt eine symbolische Komposition dar und ist der Mittelpunkt des Zimmers. Im Flur ist das „die Truhe der Wanderschaft“, im Gästezimmer – der Kamin, im Arbeitszimmer – der Stehpult, im „Revisors“ Saal – der Sessel, im Gedächtniszimmer – die Totenmaske. Die Anwendung der modernen technischen Mittel lässt den Anwesenheitseffekt in der Welt der Gogols Figuren erreichen. Im Museum sind authentische historische Gegenstände und Kunstwerke versammelt, außerdem die Gogol gehörten Sachen.

In den zwei für ihn vorgesehenen Zimmern des Erdgeschosses arbeitete Schriftsteller am zweiten Band des Romans „Die toten Seelen“. Nach Gogols Worten sollte sich in diesem Werk der ganze Rus widerspiegeln, wo „der russische Mensch in aller Vielfalt der ihm angefallenen Reichtümer und der Gaben erscheinen konnte, und in voller Menge an diejenigen Nachteilen, die er in sich verbirgt“.

Der erste Stock der Exposition macht mit den Büchern von Gogol, mit den Forschungen über sein Leben und Schaffen bekannt. Hier sind Porträts der Hausbesitzer, Gravüren, Lithographien mit Ansichten der Erinnerungsstätten, die mit dem Namen des Schriftstellers eng verbunden sind, ausgestellt. Der Legende nach gehörte der Gräfin A.G. Tolstaja einer der Notenbände „Musikstücke von Mendelssohn auf Deutsch“, der sich in der Noten-Musikabteilung (der Theatersalon) befand.

Im Museum werden immer Konzerte und Musikabende, Lesungen, Ausstellungen, interaktive Veranstaltungen und Besichtigungen angeboten, inklusive Stadtrundfahrten durch Moskau.

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