Das Museum von I.S. Turgenew

Iwan Sergejewitsch Turgenew wurde 1818 in Orjol geboren – der große russische Schriftsteller, Mitglied-Korrespondent der Petersburger Akademie der Wissenschaften

Grausamkeit und Launenhaftigkeit des grundherrlichen Alltagslebens, die sich im Gedächtnis seit der Kindheit festhakten, vermittelten Turgenew den früheren Hass gegen die Sklaverei und die Leibeigenschaft. Fast die einzige fröhliche Erinnerung der Kindheit sind jene Stunden, die er im alten Gutsgarten verbrachte, wo er jeden Baum kannte, wo ein Hofgesinde, Sekretär seiner Mutter Fjodor Iwanowitsch Lobanow ihm Lesen und Schreiben beibrachte und altehrwürdige Gedichte vorlas. Mit der Turgenews Hauserziehung befassten sich Gouverneure und Lehrer. Zu Hause, im riesigen Herrneinfamilienhaus mit 40 Zimmern, das bei einem Brand auf dem Gutshof 1839 verbrannte, war eine große Bibliothek. Die Bekanntschaft mit der begabten Sängerin Pauline Viardot spielte eine äußerst wichtige Rolle im Privatschicksal von Turgenew. Bis zum Ende seines Lebens blieb er der enge Freund der Familie Viardot, was seinen weiteren, fast ständigen Aufenthalt im Ausland bedingte.

In seinen Werken stellte Turgenew hohe moralische Eigenschaften und die Begabung des russischen Bauern, die Poesie der Natur dar. In sozial-psychologischen Romanen „Das Adelsnest“, „Am Vorabend“, „Väter und Söhne“, in Erzählungen „Asja“, „Frühlingsfluten“ und anderen wurden die Gestalten der verklingenden Adelskultur und der neuen Helden der Zeit der Rasnotschinzi und Demokraten geschaffen., außerdem die Gestalte der aufopfernden russischen Frauen In seinen Romanen stellte er auch das Leben der Russen im Ausland, Volksbewegungen in Russland der. Turgenew als Meister der Sprache und der psychologischen Analyse übte einen wesentlichen Einfluss sowohl auf die Entwicklung der russischen Literatur als auch die Weltliteratur.

Das an der Ostoschenka-Straße, 37 liegende Haus ist Moskauern gut bekannt. Hier wohnte von 1840 bis 1850 Warwara Petrowna Turgenewa – die Mutter von Iwan Sergejewitsch Turgenew. Iwan Sergejewitsch war oft zu Besuch an Ostoschenka, hier befindet sich jetzt sein Museum, das 2009 mit der Ausstellung „Moskau. Ostoschenka. Turgenew“ eröffnet wurde. In Hallen der Gala-Enfilade der Erdgeschosszimmer vom Einfamilienhaus erzählt die Exposition über das Leben und das Schaffen des großen russischen Schriftstellers.

Im Museum werden Besichtigungen, Literaturabende und Konzerte durchgeführt.

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