Das Museum für Kunstgewerbe und Volkskunst

Das Museum befindet sich in einem Gebäudekomplex, das als das Architekturdenkmal Ende des 18. – Anfang des 20. Jahrhunderts gilt. Die Museumsexposition präsentiert die ständigen und vorläufigen Ausstellungen. Die ständige Exposition umfasst folgendes:

1.Die Exposition der Kunstgewerbe Ende des 18.- Anfang des 20. Jahrhunderts. Hier kann man die Werke der russischen Kunstmeister von der Epoche der Petrinischen Reformen bis Anfang des 20. Jahrhunderts sehen: die Werke der russischen Glasmacher, Keramikmacher, Emaillemacher, Knochenschnitzer etc. Darunter sind die prächtigen, gravierten Kristallschenkungshumpen aus der Zeit der Kaiserinnen Jelisaweta Petrowna und Katharina II.

Sehenswert sind die Sammlung der Werke der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur und die ersten Erzeugnisse der Fabrik von F. Gardner. Zu den Meisterwerken der Museumssammlung zählen die einmaligen Werke der Cholmogoryer Knochenschnitzer.

In der Halle der Neoklassik sind das typische Gästezimmer und die Sammlungen von Kostümen und Accessoires der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgestellt. In den Schaufenstern stehen Porzellan und Glas, die in der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur hergestellt wurden. Seit 1890er wurde die Kaiserliche Glasfabrik zur Werkabteilung des Porzellanbetriebes. Außerdem gibt es hier die Erzeugnisse aus Metall aus der Jugendstilzeit und der Neoklassik und vieles andere.

2.Die Hallen „Die traditionelle Volkskunst“ präsentieren die Gegenstände aus der eimaligen Sammlungen der Hausschnitzerei von Wolga-Gebiet: handgeschnitzte Stirnplatten, Pritschelini (die mit der Schnitzerei verzierten Giebelschutzbretter), Fenster-Dachstubenrahmenwerke. Hier sehen Sie auch die gemalten Bauteile des Bauernhauses der verschiedenen Oblaste des russischen Nordes: Archangelsk, Wologda, Kostroma, dazu Ural und die Region Altai, auch die Bauernmöbel und das Geschirr. Die Form und der Dekor dieser Gegenstände wiederspiegeln den rituellen Charakter des Bauernalltagslebens. Besonders interessant ist die Sammlung der festtäglichen Frauenkleidung, Kopfbedeckungen für Frauen und Mädchen der 17-19 Jahrhunderte, die Beispiele der klösterlichen Goldnäharbeit, die altehrwürdige Klöppelei aus Lein- und Seidenfäden, die Stickerei aus verschiedenen traditionellen Zentren.

Die Welt der Kindheit entfaltet sich in der Halle der Spielzeuge aus Holz und Ton. Die traditionellen Zentren des Volksspielzeugs (sowohl längst verschwundene, als auch bis auf den heutigen Tag erhalten gebliebene) sind in der Exposition der Bauernkunst vielseitig und vollständig vorgestellt: Sergijew Possad, Dimkowo, Kargopol, Abaschewo, Filimono, Hludnewo, Schbannikowo.

3.Die Galerie des russischen Porzellans. Die Sammlung vom agitatorischen und dekorativ-künstlerischen Porzellan und Steingut der 1920-1930er Jahre zeichnet sich durch ihre Ganzheit, Vollständigkeit und Vielfältigkeit aus. Neben allbekannten, traditionellen Werken der Maler der staatlichen Porzellanfabrik werden auch seltene Arbeite ausgestellt.

4.Die russische Lackmalerei gehört zur Schatzkammer der Weltkultur. Die Geschichte des Landes, literarische Werke der russischen und ausländischen Schriftsteller, die Poesie, russische Märchen – all das kam zum Tragen in der russischen Lackmalerei.

Das aufklärerische Museumszentrum bietet Besichtigungen und thematische Führungen, ständige und jahreszeitliche Ausbildungsprogramme für Kinder und Erwachsene an. Der wichtige Bestandteil jedes thematischen Programms ist die künstlerische Tätigkeit in der Werkstatt des Zentrums, wo die Gäste nach jeder Führung die Möglichkeit haben, einen eigenen Gegenstand der Kunstgewerbe selbst zu erzeugen und ihn mitzunehmen.

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