Kirchen und Kathedralen

Das Heidentum herrschte in Rus bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts. Die Denkweise von heidnischen Slawen prägten die Vorstellungen von der Ewigkeit und Gleichwichtigkeit des Guten und Bösen, als zwei voneinander unabhängige Daseinsformen. Ihre Weltanschauung war mit Naturerscheinungen eng verbunden. Der Fürst (Knjas) Wladimir I. Swjatoslawitsch hatte zahlreiche Gespräche mit Predigern vieler Religionen und entschied sich im Ergebnis für das östliche Christentum aufgrund der Schönheit seiner Tempel und der byzantinischen Riten, die ihn tief beeindruckten. Seine Entscheidung beeinflussten auch die langjährigen Beziehungen mit Byzanz.

Orthodoxie passte im höheren Grund als andere Religionen dem Kulturtyp der Slawen und im Jahre 988 christianisierte Wladimir die Kiewer Rus. Der Christianisierungsprozess dauerte aber lang, weil die Bevölkerung nicht gern vom Heidentum Abschied nahm. Der heidnische Glaube und Bräuche blieben unter östlichen Slawen für lange Zeit erhalten. Sie verflochten sich mit christlichen Festen im Laufe vieler Jahrhunderte.

Die Annahme des östlichen Christentums bestimmte das neue historische Schicksal des russischen Staates, setzte ein Ende der heidnischen Barbarei und gab der russischen Gesellschaft die Möglichkeit auf Augenhöhe der Familie der christlichen Völker von Europa beizutreten. Das Ereignis hatte eine epochale Bedeutung für die Entwicklung der Kultur und der internationalen Beziehungen der alten Rus, auch für die Stärkung des Staates.

Das Kloster der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius

Im Laufe seiner 6 Jahrhunderte langen Existenz verwandelte sich das abgelegene Einödkloster ins Kloster der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius. Das ist das größte Männerkloster der russisch-orthodoxen Kirche. Dieses architektonische Ensemble der verblüffenden Schönheit gehört zum UNESCO-Welterbe. Die heutige Pracht des modernen Klosterortes auf dem Hügel Makowetz hat mit den ersten Tagen seiner Gründung wenig zu tun. Das Wohnen im Kloster […]

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Russische Ikone

Das Wort “Ikone“ bedeutet übersetzt aus dem Griechischen „Gestalt, Heiligenbild“. Das System von Kunstgriffen in der Ikonenmalerei bildete sich zum 9. – 10. Jahrhundert in der Byzanz. Gerade aus der Byzanz verbreitete sich wahrscheinlich die neue Ikonenart: Die Vitaikone, wo in der Mitte eine Heiligengestalt oder eine Heiliger abgebildet, und an den Ikonenrändern in Stempeln (kleinen malerischen Kompositionen) die Szenen […]

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Tempelmuseen

1.Obhut-Kirche in Fili (Tserkow’ Pokrowa w Filjach). Gottesmutter-Obhut-Kirche in Fili ist ein einzigartiges Denkmal für Architektur, angewandte Kunst und Bildkunst vom Ende des XVII. Jahrhunderts. Der Tempel wurde 1692-1693 vom Onkel Peters des I., Bojaren Lew Naryschkin in seinem Landsgut bei Moskau errichtet und stellt ein ausgeprägtes Muster für den sogenannten Naryschkin-Stil (oder Barock) in der Baukunst dar. Die Kirche […]

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A.Rublev-Museum für altrussische Kultur und Kunst

1947 wurde auf dem Gelände des Erlöser-Andronik-Klosters das A.-Rublev-Museum für altrussische Kultur und Kunst gegründet. Zum Zeitpunk der Gründung des Museums stand das Kloster vollkommen ausgeraubt, die Museumskollektion sammelte man wörtlich gesagt brockenweise, und die zusammengefundenen Werke erforderten sorgfältige und langjährige Restaurationsarbeiten. Dennoch wurde das Museum nach Ablauf von 13 Jahren, am 21.September 1960, eröffnet. Dutzende Ikonen, von späteren Aufschriften […]

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Altehrwürdige Klöster von Moskau

Zu ältesten uns bekannten Klöstern von Moskau gehören das Danilow-Kloster und das Erscheinungskloster. Sie entstanden in Moskau Ende des 13. Jahrhunderts, aber erst im 14. Jahrhundert wurden Klöster aktiv gebaut. Zu jener Zeit wurden folgende Klöster errichtet: das Andronikow-, Tschudow-, Sretenskij-, Roschdestwenskij-, Simonow-Kloster. Der größte Teil aller bekannten Klöster wurde in Moskau noch später gebaut, in 16-17 Jahrhunderten. Ursprünglich wurden die […]

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